UA-96940210-1

Einen Baum zu pflanzen, ist nicht schwer. Aber damit er überlebt, ist entscheidend, den Standort richtig zu wählen, zur passenden Zeit zu pflanzen und den Baum hinterher auch zu pflegen. Wer seinen Baum als Zeichen für Klimagerechtigkeit pflanzen will, sollte das öffentlichkeitswirksam tun und z.B. örtliche Prominente, engagierte Kinder und Jugendliche sowie die lokalen Medien miteinbeziehen. Wer keinen Platz für eigene Bäume hat, kann auch Bäume spenden. In seinem Namen wächst dann ein Wald heran, zum Beispiel in Mexiko.

Organisiere eine Pflanzaktion und begeistere andere für die Genialität von Bäumen

Am einfachsten ist es, eine Pflanzaktion gemeinsam mit Fachleuten durchzuführen. Förster, Mitarbeiter von Baumschulen und Landschaftsgärtner zum Beispiel stehen gerne mit ihrer Expertise zur Seite, wenn zum Beispiel die Kinder von Plant-for-the-Planet Bäume pflanzen. Bei den Plant-for-the-Planet-Akademien lernen die Kinder und Jugendlichen, wie sie Bäume pflanzen und warum Bäume so wichtig sind im Kampf gegen die Klimakrise und für ihre Zukunft. Aber natürlich kann jeder Mensch einen Baum pflanzen.

Der Fachmann zeigt, wie der junge Baum ins Pflanzloch gesetzt wird. Kinderleicht – aber manches ist doch zu beachten.

Der richtige Standort und die richtige Pflanzzeit

Wer auf dem eigenen Privatgrundstück pflanzt, hat es am leichtesten. Aber oft ist es auch eine gute Idee, gemeinsam mit der Stadt eine Pflanzaktion zu organisieren. Die  Forstabteilung der Stadt/Gemeinde oder das Landesforstamt kann Auskunft geben über geeignete öffentliche Flächen, z.B. Parkanlagen, Gärten, Wälder, Forste, Brachflächen, Wiederaufforstungsflächen. Grünstreifen an Straßen sind nur bedingt geeignet. Es muss stets auf die Sicherheit der pflanzenden Personen geachtet werden. Wenn die Gemeinde oder Stadt zustimmt, kann eine solche öffentliche Pflanzaktion zum spannenden Event für die Teilnehmenden, aber auch für die lokalen Medien werden.

Die Setzlinge oder Jungbäume sollten im Frühjahr (März, April) oder im Herbst (Oktober, November) gepflanzt werden. Der Boden darf nicht gefroren sein und es darf keine zu große Hitze und Trockenheit herrschen.

Welche Baumart darf es sein?

Wichtig ist, den passenden Baum für den Standort zu wählen. Wie viel Wasser bekommt der Baum am Standort ab, wie ist der pH-Wert des Bodens – ist der Boden sehr kalkhaltig oder sehr kalkarm? Auch die Verdichtung des Bodens spielt eine Rolle, ebenso der Nährstoffeintrag durch Rasendüngung und das Platzangebot für die ausgewachsene Kronengröße. Schließlich sollte mitbedacht werden, ob später viele Menschen über die Fläche gehen werden.

Für große Pflanzaktionen mit vielen Bäumen eignen sich Setzlinge. Das sind sehr junge, kleine Bäume. Jungbäume als Ballenware sind größere Bäume, die mit dem Wurzelballen und Substrat eingesetzt werden. Setzlinge gewöhnen sich schneller und besser an neue Standorte als größere Jungbäume.

Die Pflanzware sollte an Stamm und Ästen nicht verletzt sein. Auch beim Transport der Pflanzware ist darauf zu achten, dass die Pflanzen nicht verletzt werden. Muss ein Jungbaum zwischengelagert werden, sollte der Wurzelballen permanent feuchtgehalten werden.

Beim Pflanzprojekt von Plant-for-the-Planet in Mexiko werden verschiedene heimische Sorten gepflanzt. Dazu verwenden die Arbeiter Setzlinge.

Vom Spaten bis zum Pfahl: Arbeitsmaterial für die Pflanzaktion

Idealerweise ist vor Beginn der Pflanzaktion schon alles bereit, was nötig sein könnte. Eine kleine Checkliste für Baumpflanzaktionen aller Art:

  • Stabile Spaten (keine Kinderspaten, da diese sehr schnell verbiegen)
  • Gießkannen
  • Arbeitshandschuhe
  • Schubkarre
  • Befestigungsmaterial (Pfähle, Seile)
  • Spitzhake
  • Verbissschutz
  • Erste-Hilfe-Set für kleine Verletzungen

Auch ein kleines Schild bietet sich bei symbolischen Baumpflanzaktionen an. So erfährt später jeder, der vorübergeht, dass dieser Baum ein wertvolles Symbol ist.

Das neue Zuhause für den Baum: Vorbereitung der Pflanzfläche

Das Erdloch muss die passende Größe haben und der Baum darf nicht zu tief gepflanzt werden.

Je schwieriger die Standortbedingungen oder je schwerer der Boden, desto größer das Pflanzloch. Bei Ballenware beträgt das Pflanzloch mindestens die zweifache Breite und Höhe des Wurzelballens, der vor dem Einsetzen von seiner Hülle befreit wird.

Das Erdloch für Setzlinge muss so groß sein, dass die Wurzeln nicht abgeknickt werden. Der Abstand zwischen den gesetzten Pflanzen sollte ca. zwei Meter betragen.

Jetzt wird es ernst: Der Baum kommt in die Erde

Der Baum wird so eingesetzt, dass die Wurzelanläufe müssen über der Bodenoberfläche sein. Versinkt der Stammfuß im Boden, besteht die Gefahr, dass die Feinwurzeln an Sauerstoffmangel leiden, fäuleanfällig werden oder gar ersticken. Deshalb: unbedingt auf Höhe des ursprünglichen Bodenniveaus einsetzen, keinesfalls zu tief. Die gepflanzten Bäume dann ausreichend angießen.

Damit sich rasch Wurzeln ausbilden, müssen größere Jungbäume evtl. durch Pfähle ruhig gestellt werden. Optimal ist es, drei Pfähle um den Baum herum einzuschlagen, und den Baum mit breiten Bandschlaufen zu befestigen, womit das Schwanken des Stämmchens eingedämmt, aber nicht ganz unterbunden wird. Bei kleinen Setzlingen ist dies nicht notwendig.

Geschnitten wird der Baum erst im Jahr darauf, wenn er voll Laub trägt. Um den Baum zu schützen, empfiehlt sich bei sehr starker Sonneneinstrahlung ein Schutz mit einer Bambusmatte. Auch ein Verbiss-Schutz ist evtl. sinnvoll.

Nicht vergessen: Der junge Baum braucht Pflege

Wenn die Bäume Laub tragen, müssen sie noch regelmäßg gewässert werden. Vor allem im Frühjahr gepflanzte Bäume benötigen den Sommer über intensive Pflege. Dazu gehört es, regelmäßig zu kontrollieren, ob die Bäume noch richtig angebunden sind. Frisch gepflanzte Bäume werden keinesfalls gedüngt! Für die richtige Pflege der jeweiligen Baumart am spezifischen Standort am besten die Experten fragen.

Bäume pflanzen ohne eigenes Grundstück – das geht ganz bequem!

Wer eigene Bäume pflanzen will, um für die Zukunft der Kinder etwas Gutes zu tun, kann das auch ganz ohne Spaten und Gießkanne. Plant-for-the-Planet, die Kinder- und Jugendinitiative, bietet zum Beispiel Baumurkunden und Baumgeschenke. Für 20 Euro werden 20 Bäume in Campeche, Mexiko gepflanzt und gepflegt. Mehr als 70 Arbeiter aus der Region setzen im Schnitt alle 15 Sekunden einen neuen Baum in die Erde. Die Anwachsrate von 94% zeigt, dass sie die Pflanzflächen optimal vorbereiten und die Bäume professionell pflegen.

Ein Arbeiter markiert einen Baum. Plant-for-the-Planet pflanzt garantiert einen Baum für einen Euro Spende.

Im Rahmen der Billion Tree Campaign der UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) haben Kinder, Jugendliche, Regierungen, Organisationen, Unternehmen und Menschen auf der ganzen Welt mittlerweile 14 Milliarden Bäume gepflanzt. Ziel der Kinder sind 1.000 Milliarden – das sind 150 Bäume pro Mensch. Dazu motivieren sie alle Menschen zum Mitpflanzen. Wer dabeisein will, kann sich unter www.baumzaehler.org registrieren und für neue Bäume spenden oder unter www.baumgeschenk.org Bäume ganz einfach verschenken.

Jeder Baum zählt – registriere neue Bäume auf dem Baumzähler

Auch selbst gepflanzte und über andere Organisationen gespendete Bäume können den Kindern von Plant-for-the-Planet gemeldet worden. Jeder Mensch, jedes Unternehmen, jede Organisation kann seinen oder ihren eigenen Baumzähler einrichten und mitverfolgen, wie er oder sie als Teil einer Weltfamilie dem Ziel 1.000 Milliarden Baum für Baum näher rückt.

Ein Beitrag von plant-for-the-planet.org

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*