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Stellen Sie sich kurz vor.

Meine Kindheit hab ich mehrheitlich im Wald verbracht. Ich denke, deshalb bin ich Filmemacher geworden.

Geboren bin ich 1958. Aufgewachsen auf dem Land. Nach der Schule folgte eine Keramikerlehre, dann einige Jahre der Malerei. Danach angefangenes Ethnologie und Architektur-Studium, bevor ich 1982 an der Filmhochschule München zu studieren beginne. Zusammen mit befreundeten jungen Regisseuren 1985 Gründung der Filmemacherkooperative ‚Der Andere Blick’. Nach meinem Studium als unabhängiger Regisseur und Autor tätig. Viele der Filme entstehen in Zusammenarbeit mit Werner Penzel. Mit unserer gemeinsamen Produktion ‚Cine Nomad’ entstehen u.a. der international preisgekrönte Musikfilm ‚Step Across the Border’ (1990), der Nomadenfilm ‚Middle of the Moment’ (1995) und die Video-Installation ‚Three Windows’ über den amerikanischen Dichter Robert Lax (2000), die in zahlreichen internationalen Museen zu sehen war. Zwischen 2010 und 2016 ist der neue Kinofilm ‚Wild Plants entstanden.

Was haben Sie mit Pflanzen zu tun?

Den Garten neben unserem alten Hof in den Bergen gibt es immer noch und er wird auch immer noch von uns bewirtschaftet. Bei der Arbeit in der Natur, die an einem solchen Ort auf ganz natürliche Weise da ist, entsteht gleichzeitig viel Gedankliches. Ich verstehe gut, warum Künstler wie der englische Schriftsteller John Berger oder der amerikanische Photograph Robert Frank ähnliche Orte gewählt haben, um an ihrem künstlerischen Werk zu arbeiten.

Wie würdigen Sie die Pflanzenwelt?

Wenn man mit der Natur lebt, verändert sich die Wahrnehmung. Man wird ein Teil des Prozesses von Werden und Vergehen, der uns umgibt. In dieser Wahrnehmung entsteht die eigentliche Würdigung. Wenn wir im Bewusstsein dieses Wunders  leben würden, wäre der Zustand der Welt ein anderer.

Und sonst noch?

Von John Cage gibt es einen schönen Satz: ‚There is no alternative to optimism’.

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